Die müde Sonne strahlt mit letzter Kraft auf die vielen halb nackten Bäume. Die Äste winken einem mutlos zu.
Nein, soweit ist es noch nicht, aber ich denke schon wieder wie kalt, leer und trostlos der Winter doch ist. Der letzte war viel zu lang und ich bange wieder vor dem kommenden Winter. Er ist mir ein unliebsamer Gast, doch wenn er endlich wieder gegangen ist bin ich froh. Richtigen Schnee gibt es bei uns sogut wie keinen mehr, zudem kriecht die Kälte immer die Beine hoch und man glaubt irgendwo in Sibieren zu sein, obwohl man keine wahre Vorstellung von dieser Kälte hat.
Ich weiß gar nicht so recht, worauf ich hinaus will, aber ich habe einfach panische Angst vor der Kälte und die Demotivation die mir der Winter jedes Jahr aufs neue bringt.
Ein unliebsamer Gast der Herr Winter,… ja ein sehr unliebsamer.
Wer bin ich?
Lange bin ich einer alten Freundschaft hinterher gerannt,
lange habe ich getrauert, dass wir keine Freunde mehr sind.
Doch nun, nach einiger Zeit, sehe ich alles mit anderen Augen.
Augen, die nicht mehr durch den Nebel der Emotionen blicken.
Deine Meinung war meine, denn ich wollte dich behalten,
ich wollte, dass dieser eine Bruch, der kam, nie kommt.
Doch nun, nach einiger Zeit, bin ich dafür dankbar.
Dankbar dafür, dass du mich hängen lassen hast.
Ich konnte mich aus meinen eigenen Fesseln entreissen,
ich konnte entfliehen aus meinem eigenen Zwang.
Doch nun, nach einiger Zeit, bin ich, ich.
Ich bin meine eigene Person, nicht mehr du.
Es war schmerzhaft und unangenehm, alleine zu sein,
doch ich habe mich gefunden, ich weiß nun wer ich bin.
Kein andrer kann einen selber wirklich besser definieren, als man selbst.