Wettbewerbsbeitrag

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In meinem Leinenkleid kann ich kaum rennen, es ist zu finster um den Weg zu erkennen, Äste peitschen mein Gesicht, und immer wieder diese schmalen roten Augen, sie machen mir Angst. Ich kann nicht mehr ich schreie und falle, sicher das hört keiner aber ich schreie aus Leibeskräften. Die Gefühle die ich empfinde scheinen mich zu erdrücken, es sind aber nicht die meinen, ich schreie aus Angst und vor Liebe. Liebe? Woher kommt dieses Gefühl? Ich bin doch schon immer ein Eisklotz gewesen, der nie zu schmelzen schien, ich konnte keine Liebe empfinden, doch was dieses Gefühl da. Es durchströmte meinen kalten Körper, mir wurde warm, oder war es diese Hand auf meiner Schulter? Aber woher kam diese Hand? Ich bin zu schwach zum schreien, mir tut alles weh, ich liege halb nackt im Dreck und warte bis mein Ende kommt.
Eine warme Zunge leckt mir meinen Hals, ich fang an zu Wimmer, die warme Hand von meiner Schulter hält mich fest, zu fest um überhaupt zu entkommen. Die roten Augen schauen mich traurig an, ein Feuer brennt in ihnen das ich zuvor nie erkannte, es war schön, es war voller Hass und Liebe, es schien ein Kampf der Gerechtigkeit in dem Wesen vor zu gehen, ich kann es immer noch nicht erkennen. Ich spüre seine Gedanken, es liebt mich, ein unangenehmer Gedanke, doch auch seine Liebe durchströmt mich, ich spüre den Schmerz den es ausgestanden hat, verdammt wieso bin ich ein Barue? Sind wir nicht alle ein Geschöpf Gottes, aber wieso musste ausgerechnet ich die Fähigkeit bekommen des anderen zu Fühlen zu Denken? Wieso wurde ich deswegen ausgestoßen aus meiner Grafen Familie? Ich sehe doch aus wie ein jedes andere Geschöpf Gottes, Schön und Anmutig, doch mit starren schwarzen Augen und weißem Haar, zu jung für weißes Haar. Wieso mach ich mir ausgerechnet jetzt Gedanken wieso ich der Menschheit Abschaum bin? Ich bin ein Wesen Gottes, Schön und Anmutig, bestimmt für den Tod. Meine Eltern wussten es schon immer! Der Schmerz des Abschieds würde sie zerreisen, der Schmerz. Ich schreie Laut Vater, doch das hört nur das Wesen, es fällt über mich her entkleidet mich ganz, es nutzt mich aus, ich blute, mein Herz blutet, ich weiß nicht mehr, ich weiß gar nichts, ich spüre nichts mehr, keine Gedanken keine Gefühle, ist das etwa der Preis für die Befreiung?

Vorgegeben war das der Text sich um Barues drehen soll, welche die Gefühle anderer Menschen spüren können.