Ich weiß nicht ob dass jemanden überhaupt interessiert, aber den Satz durft ich heut Abend hören und es hat mich gefreut. Als ich dann meinen Vater gefragt habe, ob es denn stimmt sagte er etwas, was ich extrem witzig fand, ja doch, du siehst gechillt aus (in seinem Alter sollte er das Wort eigentlich nicht mal kennen).
Ich meine, ich kann mich nicht beklagen. Wenn ich so zurück blicke, ist der ganze Stress vom letzten Schuljahr wie abgefallen. Schulwechsel war richtige Entscheidung, Freundschaft loslassen ebenso und all dies, was so aussah, als würde es mich innerlich auffressen, hat mich eigentlich stark gemacht.
Vielleicht sollte man wirklich öfters loslassen und einfach nur chillen (man spart sich bestimmt ein oder zwei Sorgenfältchen im Gesicht!).
Du siehst so erholt aus. Nur mal so nebenbei.
Ein unliebsamer Gast der Herr Winter,… ja ein sehr unliebsamer.
Die müde Sonne strahlt mit letzter Kraft auf die vielen halb nackten Bäume. Die Äste winken einem mutlos zu.
Nein, soweit ist es noch nicht, aber ich denke schon wieder wie kalt, leer und trostlos der Winter doch ist. Der letzte war viel zu lang und ich bange wieder vor dem kommenden Winter. Er ist mir ein unliebsamer Gast, doch wenn er endlich wieder gegangen ist bin ich froh. Richtigen Schnee gibt es bei uns sogut wie keinen mehr, zudem kriecht die Kälte immer die Beine hoch und man glaubt irgendwo in Sibieren zu sein, obwohl man keine wahre Vorstellung von dieser Kälte hat.
Ich weiß gar nicht so recht, worauf ich hinaus will, aber ich habe einfach panische Angst vor der Kälte und die Demotivation die mir der Winter jedes Jahr aufs neue bringt.
Wer bin ich?
Lange bin ich einer alten Freundschaft hinterher gerannt,
lange habe ich getrauert, dass wir keine Freunde mehr sind.
Doch nun, nach einiger Zeit, sehe ich alles mit anderen Augen.
Augen, die nicht mehr durch den Nebel der Emotionen blicken.
Deine Meinung war meine, denn ich wollte dich behalten,
ich wollte, dass dieser eine Bruch, der kam, nie kommt.
Doch nun, nach einiger Zeit, bin ich dafür dankbar.
Dankbar dafür, dass du mich hängen lassen hast.
Ich konnte mich aus meinen eigenen Fesseln entreissen,
ich konnte entfliehen aus meinem eigenen Zwang.
Doch nun, nach einiger Zeit, bin ich, ich.
Ich bin meine eigene Person, nicht mehr du.
Es war schmerzhaft und unangenehm, alleine zu sein,
doch ich habe mich gefunden, ich weiß nun wer ich bin.
Kein andrer kann einen selber wirklich besser definieren, als man selbst.
Hallo, wie gehts?
Nach einem Streit kann man sich gegenüberstehen und sagen, Hallo, wie gehts? Hasst den anderen aber. Man kann dasselbe sagen, man meint es gut, der andere aber versteht es aber anders.
Wieso muss man sich eigentlich streiten und kann einen nicht genau dasselbe fragen, damit der andere fröhlich antworten kann Hey, mir gehts gut und dir??
Künstler.
Ich bin ein Künstler. Ich bin natürlich verrückt, und das Beste daran ist, als Künstler muss man sich an keine Regeln halten. Es gibt keine Norm und kein System, du bist der Schöpfer deines eigenen Ideals.
Geile Zeit – Juli
Hast du geglaubt, hast du gehofft, dass alles besser wird ?
Hast du geweint,hast du gefleht, weil alles anders ist?
Wo is’ die Zeit, wo is’ das Meer ?
Sie fehlt, sie fehlt hier.
Fragst mich, wo sie geblieben ist.
Die Nächte kommen, die Tage gehen,
es dreht und wendet sich.
Hast du die Scherben nicht gesehen, auf denen du weitergehst?
Wo ist das Licht, wo ist dein Stern ?
Er fehlt, er fehlt dir.
Fragst mich, wo er geblieben ist.
Wird alles anders?
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier.
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
Du willst hier weg, du willst hier raus, du willst die Zeit zurück.
Du atmest ein, du atmest aus,
doch nichts verändert sich.
Wo ist die Nacht, wo ist der Weg ?
Wie weit, wie weit noch?
Du fragst mich, wo wir gewesen sind.
Wird alles anders?
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier.
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
es ist vorbei.
Die Lichter sind aus,es ist schwer zu verstehen.
Du siehst hilflos zu wie die Zeiger sich drehen.
Du siehst deinen Stern,ihn kann nichts mehr zerstören.
Du weisst das es geil war,das es geil war,ich weiss das es geil war.
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier.
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
es ist vorbei.
Ja ich weiß, es war ne’ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
es ist vorbei.
Es ist vorbei
Ich weiß nicht, obwohl ich sehr gerne schreibe, fällt mir nichts richtiges ein, was ich schreiben könnte. Ich glaube mir geht es einfach gerade zu gut, als dass ich hier schreiben könnte.
Ich brauche dieses „seelische Chaos“, diese undurchdachten Gedanken um was zu stande zu bringen. Oft sitze ich da und möchte etwas tippen, aber nach dem ersten Entwurf wird mir bewusst, es gibt nichts mehr zum denken. Ich habe damit abgeschlossen. Also muss ich es nicht schreiben.
Oder es gibt mir oft so, ich sitze da und mir fällt nichts ein, ich werde von nichts inspiriert.
Deswegen wird hier demnächst nichts mehr kommen, liegt aber auch daran, dass ich die nächsten Tage voll auf Achse bin und dann, wenn die Ferien beginnen für Wochen in die USA fliege.
Freundschaft
Aufrichtige Freundschaft ist wie ein Baum, der durch den Zyklus der vier Jahreszeiten geht. Es gibt Zeiten, da glaubt man die Freundschaft ist tot wie im Winter, doch genügen schon wenig Sonnenstrahlen und der Baum erwacht zu neuem Leben. Er kann wie im Sommer Früchte bringen, aber im nächsten Moment, scheint alles wie im Herbst vom Wind verweht zu sein.
Der Erdboden ist dieser, wieso die Freundschaft zustande kam. Dort schlägt der Baum Wurzeln, die sehr tief gehen können. So tief die Wurzeln reichen, so lang kann auch eine Freundschaft beim stärksten Wind bestehen.
Je höher der Baum aber wachsen kann, desto anfälliger wird der Baum und schwankt mit dem Wind, doch es ist eine Kunst standhaft zu bleiben. Wenn er einmal kracht, so hat der Baum immernoch tiefe Wurzeln und lebt weiter. Zu dieser Kunst gehören aber immer zwei, obwohl der Baum nur einer ist.
Eine oberflächliche Freundschaft aber ist wie ein Gänseblümchen, schön anzusehen, doch ohne Bestand und nicht von Dauer.
Der unaufhaltsame Lauf der Dinge
Ich hab mir neue Gedanken gemacht zum Charakter eines Menschen und dass sie sich verändern. In diesem Beitrag habe ich mich ja geäußert, dass ich glaube, dass mein Charakter so wie er gerade ist, „ausgereift“ ist.
Ich bin aber zum entschluss gekommen, dass sich Menschen stetig ändern und dass es so natürlich ist, wie der Fluss abwärts fließt. Aber auch der Übergang von einem in das andere so unklar ist, dass man es auf den ersten Blick nicht erkennt, dass was passiert ist.
In der Bibel heißt es in Sprüche 27,17 Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen. Dem möcht ich natürlich nicht wiedersprechen, dass das Umfeld beziehungsweise die Menschen, die einem am nächsten stehen einen sehr prägen (aber nicht nur die Menschen die man mag, prägen einen!).
Es ist einfach der Lauf der Dinge und der Zeit, dass sich ständig was verändert, es bleibt nichts beim alten, es passiert immer was neues, aufregendes, tolles, trauriges, bitteres,… aber ich denke, dass muss man einfach hinnehmen und nicht stehen bleiben, wenn man mit dem Lauf der Dinge nicht zufrieden ist.
Man muss versuchen nach vorne zu sehen und sich selbst sagen, dass mit einem Ende nur ein neuer Anfang beginnt.
Innere Zufriedenheit
Zurzeit bin ich innerlich einfach nur glücklich, und diesmal weiß ich ausnahmsweise, wieso es mir so gut geht.
Wo soll ich den anfangen? Seit ich eine gute Freundschaft aufgegeben habe, habe ich das Gefühl, dass ich innerlich richtig aufblühe. Ich weiß nicht mehr woher ich den Spruch habe, aber es geht in etwa so:
Eine wunderschöne Blume muss vergehen, bevor das Korn zu neuem erblühen kann.
Naja, zurzeit pflege ich echt eine super Beziehung zu meiner Schwester, auch wenn man mich jetzt nicht die Vorzeigeschwester nennen kann, aber ich werd mit einer Umarmung begrüßt, wenn ich nachhause komme und sie ist sauer, wenn ich an ihr vorbeistampf ohne ihr hallo zu sagen, ist es nicht süß?
Ich habe zwar keinen Frieden mit der gesamten Familie, aber ein wichtiger Teil ist geschafft, ich wollte früher immer, dass meine gesamte Familie wie eine Bilderbuchfamilie ist, aber ich habe gemerkt, man muss klein anfangen und nicht alles aufeinmal wollen. Es hat ja super mit meiner Schwester geklappt, nun ist meine Mutter dran!
Dann, ich bin ja jetzt Mitarbeiterin und Leiterin für die Christenlehrgruppe 09 (Programm nach der Konfirmation für die Konfirmanten). Ich wollte schon immer mich irgendwo intigrieren, ich habe zuerts gedacht, ja komm mach doch bei der LaHö t.group Kleingruppenleiterin, die kennst du ja zum Teil alle.
Aber dafür konnte ich mich nicht durchringen, aber ich wollte ja unbedingt irgendwo helfen, wo ich auch wirklich sinnvoll mitdabei sein kann.
Dann hat mich unser Pfarrer der Gemeinde Nöttingen gefragt, ja ob ich nicht Lust hätte Christenlehre zu machen. Ich sagte, ja, und ich wusste gar nicht, wie glücklich mich das machen sollte!
Letzes Wochenende war ja die Konfifreizeit und ich war dabei. Ich muss sagen, sie war besser als meine,… es war einfach genial. Trotz, dass das ich das Thema und das Programm schon vor zwei Jahren kannte, erlebte ich es intensiver, auch wenn ich nur zugesehen und geholfen habe.
Das Thema war Vertrauen und ich habe auch wieder neu gelernt, dass ich das Vertrauen meiner Mutter nur durch Geduld und durch Einfühlsamkeit gewinnen kann (hat noch mehr Punkte, aber, dass sind so die Wichtigsten).
Zu den vielen lieben kleinen Menschen (ich sehs noch kommen, dass sie größer als ich werden!), sie haben einfach eine geniale Gemeinschaft! Dass hat mich so fasziniert und ich werde von ihnen schon als Mitarbeiter angesehen, aber auch als Freundin und dass hat mich so berührt!
Ich seh mich nicht als großen Redner, der super Andachten vorbereiten kann, aber ich glaube ich kann unserem Team (sind ja noch mehr als ich, die es leiten) einen großen Dienst leisten, indem ich zuhöre und versuche die Problemen der Kleinen zu verstehen.
Gestern habe ich in meiner Stillen Zeit in der Apostelgeschichte gelesen, da war dass mit dem, dass jeder ein Teil des Leib Christis ist und jeder seine speziellen Gaben hat. Hach, ich war so erfüllt und Feuer und Flamme für mein neues „Hobby“.
Ich muss aber sagen, am Anfang, als ich geschaut habe in meinem Stillen Zeit Plan, was noch kommt, da hätt ich schier die Krise bekommen, Waaas? Bis zum Juli Apostelgeschichte, wo bleibt da die Abwechslung? Aber ich glaube, ich brauche sie nicht, das Buch wird mir glaub ich viel Verraten was für ein Diener Gottes sein kann und wie.
Aber was ich noch sagen möchte ist, es ist so faszinierend, wie selbst sie schon Gott erlebt haben, als wir Mitarbeiter am Sonntag Zeugnisse gesagt haben, haben dann noch zwei Mädchen etwas hinzugefügt.
Was auch nennenswert ist, wie stark sie sind. Wir glauben alle, wir haben richtige Probleme. Aber was es da zum Teil für Probleme gibt, ist hart!
Ein Mädchen zum Beispiel, dass lebt mit ihrer Schwester und ihrer Mutter bei uns im Ort, ihr Vater und ihre großen Brüder eben nicht hier (wo, dass weiß ich auch nicht), sie sind extreme Moslems, seit dem 11 September. Sie müssen nun fürchten, dass sie entführt werden und in die Türkei abhauen, weil sie zu ihrem Glauben stehen. Da sag ich nur Hut ab und bewundere ‘meine’ starken Mädels (natürlich auch Jungs), ich habe sie sehr lieb gewonnen.
Zu den Jungs muss ich sagen, zum Teil extrem Frech und total Borat. Aber ich glaube, auch aus ihnen kann was werden, sie kann ich nicht so gut beurteilen, weil sie mir nicht so offen waren, aber dafür hats meinen männlichen Teamkollegen (da sag ich auch nur, danke, weil wir wären sonst nur Mädels und die Jungs hätten niemanden, schön dass er sich noch umentschieden hat zu seinem Studium uns zu helfen).
Ich muss echt sagen, dass ichjetzt endlich einen Platz in unserer Gemeinde gefunden habe, dass macht mich so glücklich! Da ich ja nie in der Ortsgrundschule und den umliegenden weiterführenden Schulen war, konnte ich eben wenige aus dem Ort auch kennen lernen, aber so langsam renkt sich alles ein und ich bin glücklich wo ich bin, ich kann echt Loblieder singen, denn mir geht es seelisch wie auch körperlich einfach nur super!
Wer jetzt gemerkt hat, wieso blühst du auf, dass du eine Freundschaft aufgegeben hast? Dass ist ja nicht der alleinige Grund, wieso du so gut drauf bist (wobei, heute war ich weniger gut drauf, weil ich einfach noch müde und fertig wegem Wochenende war und bin)… Ja, sehr gute Frage, denn:
Ich habe so sehr an der Freundschaft gehangen, dass ich andere vernachlässigt habe, sie hatten weniger Priorität,… jetzt fang ich wieder alte aufzubauen, neue anzufangen. Ich bin einfach nicht mehr gebunden, ich dachte ich muss nur eine gute Freundin für sie sein, aber ich bin jetzt für alle ein guter Freund, ich kann jetzt jedem eher zuhören und einfühlsam sein, ich kann es!
Damit möcht ich meinen Blogeintrag abschließen, ich könnte meine Freude noch ausweiten, noch mehr detallieren, noch mehr, noch mehr, aber ich sollte mit meiner Schwester jetzt Englisch üben, sonst ist sie sauer, ich habs ihr versprochen!
Ich habe angefangen zu leben.